Kunst und Kultur sind mehr als nur Ästhetik – sie schaffen Räume, in denen Ideen lebendig werden. Im Herzen Wiens, wo Tradition und Moderne sich berühren, hat sich eine Plattform etabliert, die Künstler:innen, Kurator:innen und Publikum zusammenbringt. Hier wird nicht nur gezeigt, sondern auch gestaltet: von interaktiven Installationen über digitale Performances bis hin zu kollektiven Projekten, die Gesellschaft neu denken. Die Plattform ist dabei mehr als nur ein Ort – sie ist ein Impulsgeber für eine Kultur, die sich selbst in Frage stellt und gleichzeitig die Vielfalt ihrer Nutzer:innen feiert.
Seit ihrer Gründung im Jahr 2018 hat sich die Plattform zu einem festen Bestandteil der Wiener Kunstszene entwickelt. Mit über 150 Veranstaltungen pro Jahr, darunter Ausstellungen, Workshops und öffentliche Debatten, zieht sie jährlich rund 30.000 Besucher:innen an. Besonders erfolgreich sind die so genannten „Kreative Nachmittage“, bei denen Künstler:innen aus verschiedenen Disziplinen gemeinsam an Projekten arbeiten – eine Methode, die oft zu überraschenden Synergien führt. Ein klassisches Beispiel ist das Projekt „Gemeinsam Gestalten“, bei dem Schüler:innen und Profi-Künstler:innen in einem offenen Prozess eine öffentliche Skulptur erschaffen. Die Ergebnisse werden später in der Stadt installiert und werden von der Öffentlichkeit mitgestaltet.
Doch die Plattform geht über reine Ausstellungsräume hinaus. Ihr Fokus liegt auf der Vernetzung von Akteur:innen aus verschiedenen Bereichen: von Musik bis zu Nachhaltigkeitsinitiativen. Ein zentrales Element ist das „Kreative Netzwerk“, eine digitale Infrastruktur, die Künstler:innen, Kurator:innen und Institutionen verbindet. Hier können Projekte geteilt, Ressourcen ausgetauscht und Kooperationen geschmiedet werden. Besonders innovativ ist die Plattform dabei, dass sie auch digitale Formate nutzt, um Menschen weltweit einzubinden. Durch Live-Streaming, virtuelle Ausstellungen und digitale Workshops bleibt das Angebot auch in Zeiten von Distanz aktiv.
Ein weiterer Schwerpunkte ist die Förderung junger Talente. Seit 2021 unterstützt die Plattform das „Junge Talent Programm“, bei dem junge Künstler:innen durch Mentoring, Ausstellungen und Netzwerkveranstaltungen gefördert werden. Ein herausragendes Beispiel ist die junge Künstlerin Lena Bauer, die durch das Programm Zugang zu internationalen Ausstellungen erhielt und ihre Arbeit in der „Plattform-Galerie“ präsentierte. Ihr Projekt „Licht und Schatten“ wurde später auch in der Wiener Secession gezeigt und gewann internationale Anerkennung. Die Plattform zeigt damit, dass Kunst nicht nur für etablierte Akteur:innen relevant ist, sondern auch für die nächste Generation.
Die Plattform setzt dabei bewusst auf eine offene und inklusive Kulturpolitik. Jedes Jahr werden über 20.000 Euro an Künstler:innen und Initiativen vergeben, die sich mit gesellschaftlich relevanten Themen beschäftigen. Besonders erfolgreich war das Projekt „Gemeinsame Zukunft“, bei dem Künstler:innen mit Migrant:innen und Geflüchteten zusammenarbeiteten. Die Ergebnisse wurden in einem öffentlichen Diskurs präsentiert und zeigen, wie Kunst Brücken bauen kann. Ein weiterer Erfolg war die Kooperation mit der Stadt Wien, bei der die Plattform Teil des „Kulturprogramms 2023“ war und über 100.000 Euro an Fördergeldern einbrachte.
Doch wie entsteht so ein Raum, in dem Kunst, Kultur und Gemeinschaft aufeinandertreffen? Die Plattform ist kein klassisches Museum, sondern ein lebendiger Organismus, der sich ständig weiterentwickelt. Ihr Konzept basiert auf drei Säulen: der Förderung von Kunst, der Vernetzung von Akteur:innen und der Schaffung von Raum für Experimentierfreude. Ein zentraler Punkt ist dabei die Zusammenarbeit mit lokalen Institutionen wie der Universität Wien und der Akademie der bildenden Künste. Gemeinsam entwickeln sie Programme, die Kunst mit Bildung und Forschung verbinden. Ein Beispiel ist das „Kunst und Wissenschaft“-Projekt, bei dem Künstler:innen mit Forscher:innen zusammenarbeiten, um neue Perspektiven auf gesellschaftliche Herausforderungen zu eröffnen.
Die Plattform ist mehr als nur ein Ort – sie ist ein Manifest für eine Kultur, die sich an die Menschen orientiert. In einer Zeit, in der Kunst oft als Luxus oder Nischenphänomen wahrgenommen wird, zeigt sie, dass sie auch eine Kraft der Veränderung sein kann. Ob durch öffentliche Debatten, digitale Formate oder kollektive Projekte: Die Plattform macht Kunst greifbar und relevant. Ihr Erfolg liegt darin, dass sie nicht nur zeigt, sondern auch mitmacht – und damit zeigt, wie Kultur eine Gemeinschaft stärken kann.
- Seit 2018 hat die Plattform über 150 Veranstaltungen pro Jahr organisiert und zieht jährlich 30.000 Besucher:innen an.
- Über 20.000 Euro werden jährlich an Künstler:innen und Initiativen vergeben, die gesellschaftlich relevante Themen behandeln.
- Das „Junge Talent Programm“ unterstützt junge Künstler:innen durch Mentoring und Ausstellungen.
- Kooperationen mit der Stadt Wien brachten 2023 über 100.000 Euro an Fördergeldern.
- Die digitale Infrastruktur „Kreative Netzwerk“ verbindet Künstler:innen, Kurator:innen und Institutionen weltweit.
- Das Projekt „Gemeinsam Gestalten“ führte zu über 50 öffentlichen Skulpturen, die von der Öffentlichkeit mitgestaltet wurden.
